Wie kann man die Welt ein Stück besser machen? Mit genau dieser Frage haben wir uns während der diesjährigen Projekttage beschäftigt. In zahlreichen Projekten rund um Nachhaltigkeit und Klimaschutz wurde nicht nur diskutiert, sondern vor allem praktisch gearbeitet. Dabei wurde deutlich: Es geht darum Verantwortung zu übernehmen, und zwar mit konkreten Ideen.
Ein besonderes Thema war der Artenschutz. In verschiedenen Gruppen setzten sich Schülerinnen und Schüler beispielsweise mit dem weltweiten Artensterben auseinander. „Viele Tiere verlieren durch den Klimawandel ihren Lebensraum“, erklärt uns ein Schüler aus der Projektgruppe. Besonders betroffen seien Arten wie Koalas oder Frösche. Doch es blieb nicht bei der Theorie: Eine andere Gruppe baute Insektenhotels, um Wildbienen einen geschützten Lebensraum zu bieten. „Wir wollten etwas machen, das direkt hilft“, sagt ein Schüler.
Kreativ wurde es im Projekt „Bedrohte Tierarten“. Hier nähten, häkelten und bastelten die Teilnehmenden Tiere wie einen Nasenaffen. Diese sollen später verkauft werden, um Geld für den Artenschutz zu spenden. „So können wir mit kleinen Dingen etwas Großes bewirken“, meint ein Teilnehmer.
Auch der eigene Konsum wurde kritisch hinterfragt. Im Projekt zur „Fast Fashion“ beschäftigten sich unsere Schüler mit den Folgen der Modeindustrie. „Viele kaufen Kleidung, tragen sie nur kurz und werfen sie dann weg“, sagt eine Schülerin. Als Alternative organisierten die Teilnehmenden eine Kleidertauschbörse: Für abgegebene Kleidung gab es Punkte, die gegen andere Stücke eingetauscht werden konnten. „Das ist nachhaltig und macht sogar Spaß“, berichtet eine Schülerin.
Parallel dazu wurde im Upcycling-Projekt aus alten Materialien Neues geschaffen. Aus Paletten und Sperrmüll entstand beispielsweise eine Bar für das Bühnenbild des Theaterstückes vom DSP-Kurs. „Man muss nicht immer alles neu kaufen“, erklärt eine Teilnehmerin, „Oft kann man aus alten Sachen noch richtig coole Dinge bauen.“
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Ernährung. Im Projekt „Rezepte for Future“ setzten sich die Schüler mit der Klimabilanz von Lebensmitteln auseinander. „Uns hat überrascht, wie groß der Unterschied zwischen Fleisch und pflanzlicher Ernährung ist“, erzählte uns eine Schülerin. Neben theoretischem Wissen wurden auch vegetarische und vegane Gerichte ausprobiert. „Es schmeckt genauso gut – manchmal sogar besser“, so ein Teilnehmer. Ziel sei es gewesen, ein Bewusstsein für nachhaltigen Einkauf und saisonale Produkte zu schaffen erklärten uns die Projektleiter.
Trotz des Engagements äußerten viele Schülerinnen und Schüler auch Kritik: „Wir haben das Gefühl, dass das Thema Klimawandel oft in den Hintergrund gerät“, sagt ein Schüler mit Blick auf aktuelle politische Entwicklungen. Deshalb fordern sie konkrete Maßnahmen, etwa einen besseren öffentlichen Nahverkehr oder strengere Regeln für klimaschädliche Industrien.
Auch die Rolle der Schule sehen viele als entscheidend. „Schulen sollten mehr darauf achten, nachhaltig zu handeln“, meint eine Teilnehmerin. Ideen gibt es viele: Von erneuerbaren Energien im Schulalltag bis hin zu festen Projekten zum Thema Umwelt.
Die Projekttage zeigen eindrucksvoll, wie engagiert die Schülerinnen und Schüler unserer Schule sind. Sie informieren sich nicht nur über Probleme, sondern entwickeln eigene Lösungen. Gleichzeitig wird deutlich: Für echten Wandel braucht es nicht nur Einsatz im Kleinen, sondern auch Unterstützung durch Politik und Gesellschaft.
