Im Rahmen unseres Projekts haben wir mehrere Interviews mit Schülerinnen und Schülern im Haus geführt, um einmal festzustellen: Wie ist eigentlich so die Stimmung bei uns in der Schule während der Projekttage und wie geht es den Leuten ganz allgemein an der Wilhelm-Raabe-Schule.
Toll finden alle den späteren Schulbeginn, aber auch das praktische Arbeiten. Hier und da, je nach Projekt, herrsche mehr Lockerheit oder eben mehr (positiver) Stress, ganz nach Aufwand und Ziel des Projektes. Die Projekttage mit ihren Freiheiten (hey, wen würden wir im Schulalltag schon einfach so auf dem Flur treffen ;)) für die Schülerinnen und Schüler sorgten generell für tolle Abwechslung vom Schulalltag, gerade so direkt vor den Ferien hebe das die Stimmung, die Atmosphäre sei quasi „nicht-unterrichtlich“.
Am meisten sprachen wir mit Schülerinnen und Schülern aus unserem eigenen Jahrgang (9), darunter Anna und Johanna, Carla und Mayra sowie Konsti und Carlo. Alle sind 15 Jahre alt. Wir kamen schnell auf das Thema Schuluniform, dabei gab es unterschiedliche Meinungen: Einige fanden sie praktisch, weil man sich morgens nicht so viele Gedanken machen müsse; andere meinten, dass dadurch der eigene Style verloren gehe. Auch das Thema Handyverbot in der Schule war heiß, hier gingen die Meinungen auch auseinander: Manche fanden das Verbot gut, weil man sich im Unterricht besser konzentrieren könne, der ständige Drang nach dem sinnlosen Gewische, das nerve viele selbst, Nachrichten könne man auch vor und nach der Schule lesen, es seien ja eh alle Freunde ebenfalls in der Schule und könnten dasselbe tun, hinzu komme, dass manche einfach nicht mehr ohne Telefon auskämen und sich morgens mit anderen gar nicht mehr unterhielten; andere fanden es nicht so gut, da Handys zum effizienteren Lernen genutzt werden könnten, z. B. beim Präsentieren von Schülerergebnissen als digitale Karteikarten. Hin und wieder sei ein wichtiger Blick auf Webuntis tatsächlich keine billige Ausrede für den Lehrer oder die Lehrerin, die die Leute in der Pause gerade am Handy erwische. Allerdings erlaubten auch viele Lehrerinnen und Lehrer, die Geräte im Unterricht im Notfall einzusetzen, wenn es wirklich den verantwortungsvollen Umgang damit trainiere, oder ein Telefonat zu führen, um z.B. etwas für den Wandertag herauszufinden.
Bei einer anderen Frage waren sich alle Schüler einig, dass man für sexuelle Vielfalt offen sein müsse, egal ob es einem gefalle oder nicht, jeder müsse selbst wissen, wie er leben wolle, und sie waren sich einig, dass man die Meinung anderer respektieren müsse.
Auf die Frage, wieso die Schüler sich für die Raabe-Schule entschieden hätten, waren die Antworten, dass ein Großteil der Lehrer nett sei. Gleichzeitig wurde aber auch gesagt, dass der Unterricht oft meist nur aus Theorie bestehe oder dass es zu viele Hausaufgaben gebe. Insgesamt sind die meisten Leute aber zufrieden mit der Schule, auch wenn es ein paar kleinere Kritikpunkte gibt.
Allen eine tolle Zeit an unserer Schule!
Die Hausflur-Interviewer Mika, Johannes, Leo, Kristian und Abeer
